Empfindliche Brustwarzen
Das häufige Leid während der Schwangerschaft
Die weibliche Brust, die empfindlich auf Berührung reagiert, gehört für viele Frauen zu den ersten Indizien einer bevorstehenden Schwangerschaft. Bereits in den ersten Wochen nach der Einnistung des Eis in die Gebärmutter bereitet sich die Brust darauf vor, ihre Aufgabe zur Milchproduktion (Laktation) zu erfüllen: dem Stillen des neugeborenen Babys.
Die zumeist als erstes beschriebene Veränderung ist ein spannendes Gefühl der Brust, das wohl größte Symptom von empfindliche Brustwarzen. Die größtenteils aus Fett- und Drüsengewebe bestehende Brust entwickelt durch hormonelle Umstellung in der Schwangerschaft die Funktion der Milchdrüsen aus, welche sich weiten und sich an die neue Situation gewöhnen müssen.
Von unangenehm bis schmerzhaft
Auch die Milchgänge zur Brustwarze hin werden gedehnt und mit der Vormilch (Kolostrum) gefüllt. Diese Dehnung und Veränderung wird von der werdenden Mutter, die häufig auch ein feiner werdendes Körpergefühl entwickelt, als empfindlicher als gewöhnlich, bisweilen sogar als schmerzhaft empfunden.
Die gesamte Brust wird deutlich praller und größer als zuvor und kann je nach vorheriger Größe der Brüste rund 400 g und mehr je Seite zunehmen. Die Brustwarzen werden ebenfalls durch die Vorbereitung des gesamten Körpers auf die Schwangerschaft empfindlicher und der Vorhof um die Brustwarze herum erscheint zumeist stärker pigmentiert und wird deutlich dunkler als zuvor.
Pflege und Massage der Brust als Vorbereitung
Um die Brust auf das spätere Stillen vorzubereiten, sollten die empfindliche Brustwarzen, sondern die Brust als Ganzes entsprechend mit besonderer Pflege bedacht werden. Ein sanftes Massieren der Brust mit einer Creme oder mit einem Öl hilft die Schmerzen zu lindern - nicht jedoch die empfindliche Brustwarze.
Diese sollte nicht mit dem Öl behandelt werden sollte, da sie sonst zu weich und somit noch empfindlicher wird, was den späteren Stillprozess zu Beginn schmerzhaft gestalten kann. Die Warzen selbst sollten vorsichtig durch eine regelmäßige Massage-Behandlung mit einem Mullwickel oder einem leicht angerautem Tuch auf die spätere Stilltätigkeit vorbereitet werden und nur im Fall von trockener und rissiger Haut der Brustwarzen mit einem Tropfen Johanniskrautöl gepflegt werden.